OXA – Club und Legende! Meine Hochzeit im OXA

The Club   –  OXA  –  The Legend

Eigentlich war ich schon etwas erstaunt, als ich die Anfrage von Freakish.tv bekommen habe, über die Zeiten vom OXA und The Club zu sprechen. Vieles vom Interview wurde nämlich aus Platz und Zeitgründen schlussendlich nicht verwendet. Ich denke, über dieses Thema hätte man spielend einige Stunden an Material verwenden können. Und deswegen möchte ich hier in meinem Blog noch ein paar Sachen erzählen.

Wer die Zeiten vom THE CLUB miterlebt hat, wird mit Wehmut zurück blicken. Doch auch die Zeiten mit der OXA Familie bergen wunderschöne, wie auch gespaltene Momente. Was jedoch nicht verwundert, denn kein anderer Club in der Schweiz hat die Clublandschaft so geprägt wie das OXA.

Warum kam es zur Schliessung? Was aus meiner Sicht sicherlich von Anfang her der grösste Fehler war, dass man den Helikopter aus dem Club entfernt hat. Dieser Helikopter war das Fundament und der „eye catcher“. Es gab keinen anderen Club (bis heute) welcher so etwas geboten hat. Ich denke mit diesem Schritt, den Helikopter aus dem Club zu entfernen, ist vieles verloren gegangen. Andere Gründe findet Ihr im Verlauf dieses Blogs.

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Hier noch der Link zur TV Sendung Freakish TV mit dem Interview vom Founder des OXA, Mas Ricardo (OXA DJ Legende), Cirillo Marco und Whiteside

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Das OXA war Wegbereiter für viele DJ Karrieren in der Schweiz. So würden heute DJ Antoine, Christopher S, Da-Nos, Sir Colin, Remady und viele andere Namen, nie die Popularität erreicht haben, hätten Sie nicht ihre „Homebase“ mit dem OXA gehabt. Das OXA ermöglichte mit den verschiedenen Labels, wie die legendäre Blue Night, auch vielen Partygängern den Einstieg in die Housemusik via den OXA Cds.

Der OXA Club hat es trotz der schwierigen Zeiten in der Clubbranche immer wieder vermocht, neue Ideen oder neue Konzepte umzusetzen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Der erste Club überhaupt der so massiv auf diese Gästelistenpolitik setzte, war das OXA. Die Blue Night, von Partyorganisator Leon Klein und dem heutigen „Top DJ STAR“ EDX, war eine der ersten Eventorganisationen, welche sich diese neue Art der Akquisition der Club Gäste zu nutzen machte. Viele Clubs sind dann zu Nachahmern geworden. Und wie man sieht – sind diese Guestlists oder Friendlists nach wie vor Usanz im heutigen Clubleben. Nur war man früher auf einer Guestlist  ein VIP – heute gibt es diesen Standard leider nicht mehr und die Guestlists sind zu einer für mich eher peinlichen Situation im Clubleben geworden. Statt dass der Club selber den „hype“ auslöst, damit die Gäste in den Club kommen wegen des Interieurs und des Namens des Clubs – sind es die „Newcomer DJ“ die die Eintritte generieren sollen. Heute machen die Clubs oder Eventorganisatoren auf das Motto : pay to play (der DJ muss zuerst Tickets für den Event verkaufen oder die sogenannte Friendlist füllen, dass er überhaupt auflegen darf) Ich habe heute dieses Facebook Foto bei der Zürcher DJ Legende Rolf Imhof gefunden – und zeigt ironisch vielleicht auch den Stand dieser Friend- und Guestlists.

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Klar gibt es auch die für mich dunkle Seite mit dem immer wiederkehrenden Drogenproblemen. Zeitweise konnte man zwar durch die grössere Security Präsenz diese Situationen um den Club unter Kontrolle bringen – doch die „Anbieter“ verlagerten dann Ihre Tätigkeit einfach ein paar 100 Meter um den Club.  Auch gewisse „nicht“ Einlasskriterien wurden manchmal über Bord geworfen. So mag ich mich an einen Zwischenfall erinnern, als ich einem bekannten DJ aus Deutschland (Sigi die Collini) mit Stolz den OXA Club zeigte, dieser aber über seine fehlende Bescheinigung (ID) zum Altershinweis schikaniert wurde. Wohl gesagt Herr Collini war bereits um einige Jahre über 20ig, wenn ich das so nebenbei erwähnen darf.  Wir fanden dann einige Personen im Club vor, welche wohl besser an einer Halloween Party abgestiegen wären, statt im OXA .

Die Einführung der Altersgrenze ab 16 Jahren ermöglichte es dem OXA sicherlich, den abfallenden Besucherstrom in den ersten Jahren zu bändigen. Doch zu schnell brachte es auch den Namen eines „Kindergarten Club‘s“. Die 16 jährigen werden schnell 18 jährig. Und wer diese Altersspanne unter Jugendlichen kennt, weiss, dass dies Welten dazwischen sind. So war es ganz klar, dass die 18 jährigen sich dann schnell einem neuen „hypen“ Club zuwenden würden, sobald Sie diesen Altersstatus erreicht haben.

Die ü16 Events waren für mich als DJ nie ein Wunsch, ein Bookingsverhältnis einzugehen. Dies hängt aber wohl eher damit zusammen, dass ich als Familienvater zu grosse Angst um meine Tochter oder meinen Sohn hätte, diese solchem neuen Nachtleben auszusetzen. Hier geht es nicht um Kontrolle der Eltern – sondern um Verantwortung. Ich bin überzeugt, dass man Kindern Eigenverantwortung mitgeben kann – auch lehren kann. Aber mit 16 ist man extremen Versuchungen ausgesetzt. Gruppenzwang. Nachtleben. Gefahr der Rückkehr. Auto/Unfall. Alkohol, Drogen. Vielleicht ernte ich hier Kritik. Wer aber zum Beispiel das Club/Alkoholgesetz in Amerika kennt, welches  den Zugang in Clubs und Alkoholkonsum erst mit 21 gestattet der sollte sich hier in der Schweiz sehr wohl fühlen!

Schade hat das OXA in den letzten Jahren auch mit Geld gespart, dem Club ein neues Outfit zu geben. Clubs wie das Pravda /Luzern machten es vor einigen Jahren schon vor, was man mit LED als bewirken kann. Der Vegas Club in Luzern im Vergleich – zeigte ganz klar, in welche Richtung die Clubbers gehen wollen. Sie wollen wieder das „Feeling“ von Ferien haben. Von „First Class“. Vielleicht hätte dem OXA in all den Jahren auch ein neues Facelifting gut getan.

Fazit:

Das OXA war in all den Jahren für viele Clubgänger eine Familie und eine Zuhause. Aber irgendwann wächst man aus der Familie raus. Und doch blickt man zurück und kann sagen: Ich war ein Teil davon.

Dem OXA bin ich dankbar, für all die Jahre, in welchen das Management keine Kosten und Aufwände gescheut hat, Top DJ s aus aller Welt in die Schweiz zu holen. Wo viele Clubs noch im Tiefschlaf waren, hatte der OXA Club DJ s entdeckt und einbezogen, von denen einige später zu Superstar geworden sind. Hier einige Namen:

Joey Vasquez, Mark Spoon, Miss Djax, Mousse T., Paul Oakenfold, Rob Acid, Space DJ’z, Sven Väth, Talla 2XLC, Thomas Schumacher Armand van Helden an der Double House und bereits die zweite Judge Jules, Arnold Jarvis, Danny Rambling, Erick Morillo, Fedde le Grand, Tiesto, Tom Novy,  Shakedown, Shapeshifters, Mr Mike,  Oliver Stumm, Mas Ricardo, Gogo, Player and Remady, DJ Antoine.

Meine Hochzeit im OXA

Wer es glaubt oder nicht. Ich habe 1999 im OXA mit ca 180 geladenen Gästen geheiratet. Im Restaurant organisierten meine besten Freunde vorab ein Buffet mit tibetischen und italienischen kulinarischen Highlights. Der <a href=“http://yourevent.ch/hochzeits-djs/“>Hochzeit DJ</a> war ich. Das heisst gegen 23.30 informierte ich meine Gäste, dass ich um 01.00 an der Double House mein DJ Set performe. Wie gesagt wir hatten eine ganz spezielle Hochzeit. Unvergesslich! Danke OXA.

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